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| Name: | Schwäbisch - Weisheiten |
| Erstellt von: | Jörg-Michael Grassau |
| Erstellt am: | 11.06.2002 |
| Copyright: | Peter Mangold; wichtiger Copyright-Hinweis zu den Wortschätzen auf vokabeln.de |
| Inhalt: | Schwäbische Lebensweisheiten mit deutschen Erklärungen. |
| Kommentar: |
Quelle: www.petermangold.de. Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Peter Mangold. |
| Abschnitt 1 | (20 Vokabeln) |
| Ma hodds essa kenna. | (Nach einem guten und soliden Essen) |
| Der isch wia a Furz en dr Latern. Der leichded kuarz uff, no stenkt'r. | (Management by helicopter: einschweben, Staub aufwirbeln und abschwirren..) |
| Wenn d' Katza Gäul wärad, nô könnd mr auf d' Bäum nuffreida. | (Wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wär...) |
| Des isch besser als a Dasch voll Gsälz oder a Gosch voll Glufa. | (Das ist immer noch besser, als eine Tasche Marmelade oder ein Mund voller Stecknadeln.) |
| Dô kommet d'Meis mit verheulte Auga d'Behnatrepp ra. | (Das sind richtig arme Leute.) |
| Di schwäbische Mädla send älle schö, ausg'nomma dia wiaschte! | (Ist ja auch logisch.) |
| Wenn's schaffa was leichts wär, dät's dr Schultes selber. | (Wenn ein Macher nicht macht, fällt es mehr auf, als wenn ein Grübler nicht grübelt.) |
| Zom Glick isch'r gschdorba, er hätt eh nemme lang glebt. | (Man muß halt Glück haben im Leben) |
| Alde Liab roschded nedd, abr schemmlig kô se wärda. | (Das Gegenteil von Bigamie: Monotonie) |
| En ällam isch Bschiss, blos en dr' Milch isch Wasser. | (Überall ist Betrug, nur in der Milch ist Wasser.) |
| Wo's net brennt, g'hert net g'spritzt. | (Alles zu seiner Zeit!) |
| Dem kaschd ônderwegs d'Schuah ausziaga. | (Ein Mensch ohne Mumm in den Knochen) |
| Wenn dr Schnai laihd auff am Gländr, nô isch Wändr. | (Aber wann gibts noch richtige Winter ?) |
| Bei so am wiaschda Weddr isch a Leich koi Vrgniega. | (Da hat es der Tote wirklich besser) |
| Dia Woch fängd guat an, hôt d'Hex gsagt, als mr se am Mödich vrbrennd hôt.. | (Montag neun Uhr und die Woche nimmt kein Ende.) |
| Dr Ehestand isch a Proessiô', wo mr's Kreuz voraustrait! | (In guten wie in schlechten Tagen, heisst es nicht ohne Grund.) |
| Was m'r heit trenkt, muaß m'r schô morga nemme trenka. | (Wer schon abends frühstückt, kann morgens länger schlafen.) |
| A Weib ka em Schurz meh naustraga als d'r Mann uffm Waga reiführa. | (Wie wahr, wie wahr.) |
| Dees isch a Weddr fir mei Knächd, schaffad se edd, frierad se rächd. | (pragmatische schwäbische Unternehmerseinstellung) |
| De gscheite Leut ganget d'Hoor raus, Sauköpf muaß mr brüha. | (Manche sind halt etwas zäher. ) |
| Abschnitt 2 | (20 Vokabeln) |
| Liaber hälenga gscheit, wia o'heimlich blöd. | (Lieber ein heimlicher Pfiffikus, als ein unheimlicher Blödmann.) |
| Der hôt an Krattel, wie a Stall voll Enta. | (Ein Großkotz, wie er im Buche steht.) |
| An Onkel, wo was mitbrengt, isch besser wia a Tante, wo Klavier spielt. | (Der Schwabe liebt die materiellen Aspekte verwandschaftlicher Beziehungen.) |
| S'isch et iberall Brauch, daß mr dr'Arsch butzt, eh mr gschissa hôt. | (Auf die Reihenfolge kommt es an.) |
| Nix gschwätzt, isch g'nuag g'lobt. | (Kein Kommentar, ist Lob genug.) |
| S'geit bloß oi Beißzang uff dr Welt - aber jeder moint, er häb se dahoim. | (Ja, ja, die Ehefrauen.) |
| D'Weiber hennt emmer recht, b'sonders dia oigne. | (Der Frauen Stimme ist Gottes Stimme.) |
| Du hosch's halt guat, wenn du amol da Löffel abgibscht, brauchscht dein Goischt net ufgäbe. | (Du bist wirklich zu blöd !) |
| Wenn de mr dees nedd glaubsch, nô liag i de gärn mid was andrem ôô. | (.. immer flexibel bleiben) |
| Es isch ebbes args, wieviel Wurscht i essa muaß, bevor meine fenf Kindr vo' der Haut satt werda. | (Der Mensch muß Opfer bringen.) |
| A bissle isch emmer no besser wia gar nix. | (Tröstliche Worte aus Schwabenmund.) |
| S'isch net jedr a Mô, wo a Weib hôdd. | (Aber vielleicht hat er ja Pantoffeln) |
| Mir schôôds Wassr en de Schua. | ( Ich bin sehr aufgeregt) |
| Schenke kan i dir's leider net, sonsch koascht koi Skonto mehr abziaga. | (Das leuchtet jedem ein!) |
| Älleweil bsoffa, isch au regelmässig g'lebt! | (Man kann allem ein positive Seite abgewinnen.) |
| Wenn mr dr' Koch net mog, schmeckt de bescht Supp' net! | (Wenn man jemanden nicht leiden kann, dann kann man eben nichts machen.) |
| Wenn d'r Wirt schbringt, nô isch ebbes passiert! | (Also aufpassen) |
| E'ma Zuagucker, isch koi Ärbet zviel. | (Unbeteiligte haben immer die besten Ideen.) |
| Warom a Wiaschde heirata, a Scheene frisst au et meh. | (Schwäbische Pragmatik.) |
| Was gôht mi mei saudomms Gschwätz von geschtern a? | (Hat schon Adenauer erkannt.) |
| Abschnitt 3 | (20 Vokabeln) |
| S isch nemme des, was mr g'hett hend, wo mr's ghett hend. | (Ja, die guten alten Zeiten.) |
| Wenn nô älle so wärat, wia i sei sott. | (Tiefschürfende schwäbische Selbsterkenntnis) |
| Dr Kruag gôhd solang zôm Mund, bis mr brichd. | (Die Schattenseiten des süffigen Trollingers) |
| Dem hot Katz en's Feierzeig bronzt. | (Dem klebt das Pech an den Fingern.) |
| Dr Ochs gibt koi Milch. | (Manches läßt sich nicht erzwingen.) |
| Wer D'Zündhölzer net spart wia'd Scheit, kommt et weit. | (In den kleinen Dingen muß man sparen, um sich die großen leisten zu können.) |
| I ka au nedd an jedan Dregg denga, hot's Weib g'sait, wia s'es Mittagessa vergessa hot! | (Man kann wirklich nicht an alles denken.) |
| S'isch guad, daß´r gschdorba isch, er hädd sowieso nemme lang glääbd. | (In allem ist was gutes ..) |
| S´isch ebbas args, was i Wurschd fressa muß, bis meine Kendr vo dr Haut sadd wärdad. | (.. aber man bringt ja gerne Opfer) |
| Schmeggd faschd wia dr'hoim | ( Nach einem vorzüglichen Essen bei Freunden oderBekannten)) |
| Magscht du mi au, em Fall daß i' di mega dät ? | (Schwäbische Liebeserklärung) |
| Vor dr Hochzich sait mr Mulle, nôch der Hochzich Katz! | (Nach der Hochzeit werden die Kosenamen immer dezidierter.) |
| Was koin Wert hôdd, isch geschenkd z'teier. | (Das ist überhaupt nichts wert!) |
| Wenn's Glas voll isch, nô isch leicht hald schreia. | (Bescheidenheit ist eine Zier, doch .. ) |
| Oi Oi isch z'weng für zwoi. | (Ein Ei ist zuwenig für zwei Personen (ausser bei Rühreieren)) |
| A Stück Brot em Sack, isch besser als a Feder am Hut. | (Man muß die Dinge des Lebens richtig einschätzen !) |
| Der moint au, er könnt mit ma Furz an ganza Acker dünga. | (Ein unverbesserlicher Optimist.) |
| Onderm Disch isch au en dr Schduub | ( Hauptsache, es schmeckt !) |
| A Kerle wia em Heiland sei Gaul. | (Oh Mann, ist das ein kaputter Typ!) |
| A reachdr Schwôb wird nia ganz zôhm. | (Aber auf den Bäumen lebt auch keiner mehr) |
| Abschnitt 4 | (20 Vokabeln) |
| Mr muaß viel lerna, bis mr woiß, wia domm dass mr isch. | (Man muß viel lernen, um erkennen, daß man eigentlich nicht weiß.) |
| Grombiara mit Liab send besser, wi'a Bratwurscht mit Zänk! | (Mit Geld kann man nicht alles kaufen.) |
| Wenn mr dem an Pfenning in Arsch klemmt,nô goht Prägung raus. | (Ist das ein Geizhals !) |
| Gott em Herze, a Mädle em Arm, s'erste macht seelig, s'zwoide macht warm! | (.. das zweite allein,kann auch seelig machen.) |
| Zu dridd schaffa, zu zwoid schlôfa, alloi ärba. | (Da spricht nichts dagegen) |
| A alte Kuah vergisst gern, daß se au amôl a Kalb gwea isch. | (Im Laufe der Jahre verklärt sich manches.) |
| Solang mr sengt, isch d' Kirch net aus. | (Es ist noch Hoffnung !) |
| Der wär erscht recht, wenn mr'n oba ond onda absäga ond no d'Mitte wegschmeißa dät. | (Den kannst Du vergessen!) |
| Mit andrer Leit Fiedle isch guad durchs Feier ruddscha | (Man muß sich nur zu helfen wissen.) |
| Was e schene Biara isch, geit au e schöne Hutzel! | (Eine schöne Frau, bleibt eine schöne Frau!) |
| Mr glaubt et, was in oin neigôht, wem'r langsam duaht ond an anderer zahlt! | (Typische schwäbische Lebenseinstellung.) |
| Dreng bloß was klar isch, eß bloß was gar isch, sag bloß was wôhr isch.. | (Dagegen ist nichts einzuwenden) |
| Wenn mir dädad, wa mr soddad, däd dr Herrgott, wa mr wellat | (Der Mensch denkt, Gott lenkt) |
| Schdôôd em Novembr noch das Korn, isch es hald vergassa worn. | (Man kann nicht an alles denken) |
| Bachel wia dii hot mr' früher bis zom Hals ei'grabe, ond was rausguggt hot, des hot mr oifach weggschdalbt. | (Mit Leuten wie Dir, machen wir nicht viel Federlesens.) |
| A guats Gwissa, kommt bloaß vom schlechta Gedächtnis. | (Der Mensch liebt es, zu verdrängen.) |
| Der isch jô net recht bacha. | (Der spinnt doch!) |
| Wenn dr' Schnai hoch liegt, nô scheisset Baura zom Dach naus. | (Es findet sich für alles eine Lösung.) |
| Do möcht oim's Fiedle schwätze. | (Da geht einem der Hut hoch.) |
| Där siahd dr Kuah am Eidr â, was dr Buddr en Paris koschded. | (Einer der das Gras wachsen hört) |
| Abschnitt 5 | (20 Vokabeln) |
| Wo d'Liab nafällt, bleibt se liaga, ond wenn's auf'am Mischthaufa isch! | (Wo die Liebe hinfällt ...) |
| Am Verdiena, isch no koiner z'grund ganga. | (.. aber sterben muß er doch.) |
| Bei de Reiche lernt ma's schbara, bei de Arme s'kocha. | (.. deshalb sind die Reichen eben auch reich geworden.) |
| Gschwätzt muaß sei, wenn's Maul net labert, schwätzt's Fiedle. | (Der muß auch zu allem seinen Kommentar abgeben.) |
| Wer aus Liab heiert, hôt scheene Nächt, aber harte Däg. | (Wer aus Liebe heiratet, hat schöne Nächte, aber harte Tage.) |
| Bloß Domme moinet, d'Gscheite wüsstet älles. | (Ich weiß, daß ich nichts weiß.) |
| S'isch koi Not am Fiedle, solang s'Hemmed net brennt. | (Das ist doch nicht so schlimm.) |
| Do hot mein Vaddr gmiggt, do migg i au, ond wenns dr Berg nuffgoht. | (Da hat schon mein Vater gebremst, da bremse ich auch, und wenn es den Berg hinaufgeht.) |
| En dr wüasteste Hecka, send oft de schönste Neschter! | (Der erste Eindruck täuscht oft.) |
| Dô hôdd mei Vaddr gmiggd, dô migg i au, ond wenns da Berg nuffgôhd. | (.. der Schwabe ist konservativ und gibt alte Verfahren nur ungern auf) |
| Wenn d'Bir zur Hutzel wird, no hot mer nemme lang drô. | (Sic transit Gloria mundi.) |
| Dô hilft alles beta nix, dô ghairt Mischt nô | (Da heißt es Ärmel hochkrempeln und zupacken...) |
| Beissa kennd'i nô, abbr schlugga nemme! | ( Nach einer absolut tollen Mahlzeit) |
| s'Liaba ond S'Senga, lasst sich net vrzwenga | (.. bloß wenn einer nicht singen kann ist das halt entschieden störender) |
| Sieba Johr hent se's Michele mid mr drieba, aber i han's glei' gemerkt! | (Hauptsache, man merkt es gleich.) |
| Wenn d'Ärbat reich macha dät, wär dr Ochs reichr als dr Bauer. | (Die Kopfarbeit hat Ihre Vorteile.) |
| Liaber a Laus em Kraut, wia gar koi Floisch. | (Hunger ist der beste Koch.) |
| Mr kô koin Furz, uff a Brettle nagla. | (Das lässt sich nicht verzwingen.) |
| Däädsch Du mi neehma, wann i Di wedd? | (Schwäbische Liebeserklärung...) |
| Mid anderer Leid Fiedle isch guad em Fuier rudscha.. | (Lerne den Schnitt am fremden Tuch) |
| Abschnitt 6 | (20 Vokabeln) |
| Nei isch hald andersch, wia nauss, hôdd dia sell Hebamm gsaid. | (Manches kann man nicht vergleichen) |
| Mit volle Hosa isch guat schtenke. | (Wer kann, der kann.) |
| Wo´s saufa a Ehr, isch´s koddza koi Schand. | (Vom ehemaligen Stuttgarter OB Rommel) |
| Zur Hochzeit ganga und nix schenka isch, wia wenn einer brunzt und koin Furz läßt. | (Man beachte den kausalen Nexus!) |
| Wenn d'Maus voll isch, schmeckt's Mehl bitter. | (Mit vollem Bauch, studiert sich's schlecht.) |
| A halber Balla isch glatt naus 'gschmissas Geld | (Entweder ganz oder gar nicht! ) |
| Liabr mehr esse, als z'wenig drenga! | (Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.) |
| Was dr Baur edd kennd, frisst er edd. | (Zumindest wenn ein Rostbraten die Alternative ist) |
| A gscheiter Wein hôt nô koim Domma g'schadet.. | (Die wahren Werte des Lebens stehen über den Dingen.) |
| Wemmr wissa däd, was mr ned woiß, no däd mr meh wissa, wia wemmr net woiß, was mr net woiß. | (Tiefschürfende schwäbische Erkenntnis, die einen meist nach vielen, vielen Viertele durchzuckt.) |
| Kommet glei nach'm Kaffee, no send'r rechtzeidig zum Ôbadässa wieder dohoim. | (So schlimm sind die Schwaben heute nicht mehr!) |
| Mit dera könnt mr Wänd neischmeißa, dia dät no froga, mo's bocklat. | (Über eine selten dumme Frau.) |
| Was nützt mi a scheene Schüssel, wenn nix meh' drenne isch. | (Die Optik allein machts auch nicht.) |
| Jô, au s´Wassr isch nemme so nass wia friher | ( Ob das auch am Ozonloch liegt ?) |
| Der däd am libschda nô an Zaunstecka melka. | (Der versucht auch aus allem einen Vorteil zu ziehen.) |
| Do hot's Fiedle s'Bronza glernt. | (Durchfall ! ) |
| De Domme send onserm Herrgott seine liebschde Kinder. | (Den Seinen gibts der Herr im Schlaf. ) |
| Der hot ao zwoi Hend, oine zom nemma ond oine zom bhalta. | (Der hat ein sehr 'einnehmendes' Wesen.) |
| Vo'ma Ochsa ko mer net mehr verlanga, wi'a guats Stick Rendfloisch. | (Jeder nach seinen Fähigkeiten.) |
| Wenn du dei Nôs in mein Arsch steggsch, nô hann ich a Nôs em Arsch ond du a Nôs em Arsch , aber i bin reladief besser drâ. | (Die Erklärung der Relativitätstheorie auf schwäbisch ..) |
| Abschnitt 7 | (20 Vokabeln) |
| Weibersterba isch koi Verderba, aber Kuah verrecka, des isch a Schrecka. | (Schwäbische Prioritäten-Liste!) |
| Emma Durschtiga isch guat ei'schenka. | (Das ist wirklich einfach. ) |
| Manchen hält mr fir fett, dabei isch er bloß gschwolla. | (Mancher hält sich für den Käse, dabei stinkt er bloß!) |
| Bei dene sprenget Mäus' mit bluadige Zehanägel d'Stiag nuff ond ra. | (Bei denen ist nicht zu holen.) |
| Der isch am libschta dô, wo scho gschafft, aber no net gessa isch. | (Der drückt sich gerne vor der Arbeit.) |
| I will d'Welt et verschtenka, hot dr'Spatz gsait ond hot en Bach gschissa. | (Nie den Blick für die Realität verlieren.) |
| Der Gerechte muß viel leida, hot seller Mesner gsait, als er zum Läuta ganga isch. | (Im Schwäbischen klingen 'läuten' und 'leiden' fast gleich, eben 'leida'.) |
| Dr bescht Bauer ackret amol a kromme Furch.. | (Jedem geht mal was daneben) |
| Dr 'Wenn' ond dr 'Hett' hennt noa nia nix ghett. | (Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär ...) |
| Dô beisst koi Maus an Fada ab. | (Da führt kein Weg dran vorbei.) |
| Wer viel Geld hot ond isch saudomm, kauft a alts Haus ond bauts oft om. | (Leider wahr !) |
| Dem kalbt dr' Sägbock. | (Ein Mensch mit Glück im Überfluss.) |
| Dui isch au net hälenga uf dr Welt. | (Diese Frau vergisst man nicht so leicht.) |
| Moina derf mer, aber net moina mr derf. | (Immer realistisch bleiben!) |
| Des gschied meiner Mutter reachd, daß mi'as an Finger friert, warom hôt se mir koine Hendschich kauft. | (Typische schwäbisch- verdrehte Logik) |
| S'ganz Johr krank - ond an Martini erscht koi Leich. | (Man kann sich aber auch auf nichts mehr verlassen.) |
| A hausigs Weib isch de beschd Sparkass'. | (Nichts geht über ein sparsames Eheweib.) |
| Schlechdd sääa dua i emmr bessr | (.. das Augenlicht lässt nach) |
| Du hangascht dô, wia Spatz am Scheißheisle. | (Du machts keine gute Figur.) |
| Des war jetzat om Härles Hoor! | (Puh, war das knapp !) |
| Abschnitt 8 | (20 Vokabeln) |
| Noch de Flitterwocha, kommet G'witterwocha. | (Ehealltag !) |
| Dr Schwôb, der wird mit vierzga gscheit, dia andre net en Ewigkeit! | (Ich bin Schwabe und 46 Jahre alt, aber ich warte immer noch darauf.) |
| Wer nimmt scho gern an Sack Hirschg'weih in Arm. | (Das kann man über Pamela Anderson nun wirklich nicht sagen.) |
| Dia Weld isch groß, sia gôhd bis noch Kembda naa.. | (Schwäbische Landkarten sind halt anders ) |
| Oh gern, sagat Baura, wenn se miasset. | (Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit) |
| Liabr da Bauch verenkt, als am Wirt was g'schenkt! | (Diese Meinung ist bei den Schwaben immer noch tiefverwurzelt.) |
| S´gibbd nix bessers, wia äbbas guads. | (Das Bessere ist des Guten Feind) |
| Was i hergei, haon i nemme. | (Was ich hergebe, habe ich nicht mehr, wie wahr.) |
| Dia zwoi sind an ganze Bettlad voll Leit. | (Ein 'gewichtges' Ehepaar.) |
| S'isch no koi Mäusle, onder am'a Heihaufa verstickt. | (Eine zarte Frau, die einen gewichtigen Partner hat.) |
| Der hockt dô, wia Pfond Schnitz. | (Der hängt vielleicht rum !) |
| Je efdr Dein Grend en dr Zeidong kommd, je efdr buddzad d´Leid da Arsch mit dr ab. | (Die Schattenseiten des Ruhmes) |
| S'menschalet halt iberall, sogar em Hemmel. | (Wir sind alle nur Menschen.) |
| Do hend au scho schenere Mischd glada. | (Über eine wenig ansehnliche Frau) |
| A Geizhals ônd a fedde Sau, send erschd noch'm Dod zu ebbas nudz. | (Aber es ist ja nie zu spät) |
| Deam goht an ganza Soifasiader uff. | (Dem geht ein Licht auf!) |
| Des gôht ronter und ra, wia Bachstelzafiedle. | (Ja, im Leben gehts halt mal rauf und mal runter.) |
| Hocka und schlotza isch besser wia standa und schaffa. | (Naja, alles halt zu seiner Zeit.) |
| Do muasch halt alle Faife grad sei lao! | (Da kann man halt nichts machen.) |
| Omasoscht isch dr Tod, ond der koscht's Leba. | (Nicht ist umsonst, sogar der Tod kostet das Leben.) |
| Abschnitt 9 | (8 Vokabeln) |
| Mr kô net gleichzeitig scheißa, Kraut hacka ond am Pfarrer d'Hand gä. | (Alles zur gleichen Zeit zu erledigen, geht halt nicht.) |
| Bei dera hoißt's ao, friher war se bildschee ond heit isch nao's Bild schee. | (Alles ist vergänglich ..) |
| Koiner hot se wella, aber i han se glei' griagt! | (So kommt man auch zu einer Ehefrau.) |
| Schwarze Küah geant au a weiße Milch. | (Auch schwarze Kühe geben weiße Milch.) |
| Dr oine isch halt g'minzt fir da Scheißhafa, ond dr andere firs Kantabrett. | (Die Schicksal eines Menschen hat seine eigenen Gesetze.) |
| Liabr a dutzend Neidr, als oin Mitleidr. | (Neid muß man erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt.) |
| Zwoi Weibr geand a Kirbe, dreie geand en Margd. | (Saudummer Chauvinismus !) |
| Jetzt isch no Hai gnuag honda. | (Jetzt reichts mir aber !) |